Eisenhower-Prinzip

Dwight D. Eisenhower

(als pdf herunterladen)

 

Ziel

Den TeilnehmerInnen soll ein Instrument an die Hand gegeben werden, mit dem sie ihre Zeit und Arbeit einteilen und priorisieren können.

 

Kontext

 

Theorie

(basierend auf Jäger, R. (2004): Kompetent führen in Zeiten des Wandels: Führungsinstrumente für die tägliche Praxis)

Der US-Präsident Dwight D. Eisenhower hat für sich ein Konzept entwickelt, mit dem er wichtige von unwichtigen und dringende von nicht dringenden Aufgaben trennen und so alle Aufgeben priorisieren konnte. Dafür werden alle Aufgaben in vier Quadranten eingeteilt, wobei die Y-Achse für die Wichtigkeit der Aufgabe steht und die X-Achse für die Dringlichkeit. Dadurch ergeben sich folgende Bezeichnungen für die Quadranten (von links oben im Uhrzeigersinn): wichtig/dringend (A), nicht dringend/wichtig (B), nicht wichtig/nicht dringend (D), nicht wichtig/dringend (C).

Je nach Quadrant sind die Aufgaben nun unterschiedlich zu behandeln: A z.B. wird sofort selbst erledigt, D wird zumindest für den Moment nicht beachtet oder sogar ganz verworfen. Das Modell ist dabei nicht statisch, sondern verändert sich im Lauf der Zeit naturgemäß alleine schon dadurch, dass Aufgaben, die vorher nicht dringend waren, nun dringender werden.

 

Praktische Einführung

Zur Erklärung ist es am einfachsten, die Achsen und die Quadranten vorzuzeichnen und anschließend gemeinsam mit der Gruppe zu beschriften.

eisenhower_kleinAbb. 1: Mögliche Darstellung des Modells auf Flipchart

Die einzelnen Quadranten können dann wie folgt erklärt werden:

I)  Aufgaben der Kategorie A: dringend/wichtig: Diese Aufgaben haben höchste Priorität. Führen Sie selbst und sofort nur Aufgaben der Kategorie A aus. Wenn eine Aufgabe wichtig für die eigene Zielerreichung ist, gehört sie jedenfalls in diese Kategorie.

II)  Aufgaben der Kategorie B: nicht dringend/wichtig: Diese Aufgaben gehören mit einem Termin versehen. Versuchen Sie sie zu erledigen bevor sie dringend werden. Es besteht die Gefahr, durch zu viele C Aufgaben keine Zeit für die oft langfristigeren sehr wichtigen B Aufgaben zu finden.

B Aufgaben sind oft strategischer Natur und sind für die eigene Zielerreichung von entscheidender Bedeutung.

III)  Aufgaben der Kategorie C: nicht wichtig/dringend: Wenn irgendwie möglich, eliminieren Sie diese Aufgaben („Nein sagen“). Alternativ delegieren Sie sie, um Zeit für A und B Aufgaben zu schaffen.

C Aufgaben sind für die eigene Zielerreichung meist nicht wichtig. Sie dienen üblicherweise der Zielerreichung anderer.

IV)  Aufgaben der Kategorie D: nicht wichtig/nicht dringend: Diese Aufgaben sollte man für den Moment ignorieren. Falls sich etwas an ihren Eigenschaften ändert und sie dringender oder wichtiger werden, werden sie ohnehin in einen anderen Quadranten verschoben. Sollte sich über längere Zeit nichts an ihrem Status ändern, kann man sie getrost entsorgen.

Am einfachsten ist es in der Praxis, wenn man entweder ein Whiteboard dafür verwendet oder ein leeres Plakat, auf dem man die Quadranten aufzeichnet und Post-Its durch die Gegend hängen kann.

 

Kommentar

Oben beschrieben ist das Modell aus Führungssicht. Man kann es aber auch gut für sich selbst als Zeitmanagement-Tool verwenden. Wenn man alleine ist, wird man die Reihenfolge möglicherweise etwas verändern und auf A C folgen lassen, da diese Aufgaben zeitlich drängender sind.

 

Richtiger Zeitpunkt/Voraussetzungen

Es gibt keine inhaltlichen Voraussetzungen.

 

Querverweise

 

Weiterführende Literatur

 

 

Beispiel-Training (60 Minuten)

Zeit Beschreibung Material
10‘ Erklärung des Prinzips Flipchart oder Beamer
50‘ Gemeinsam die derzeit anstehenden Aufgaben der Gruppe/des Teams sammeln (als unsortierte Liste – diesen Teil kann man die Gruppe evt. auch alleine machen lassen, beispielsweise in Kleingruppen) und dann in die Quadranten einteilen Flipchart oder Beamer

 

Hat dir der Artikel gefallen?
Erhalte neue Modelle & Theorien per Email
Wir erweitern die Sammlung laufend. Melde dich zu unserem Newsletter an und du verpasst garantiert nichts!

2 Antwort auf “Eisenhower-Prinzip”

  1. Stefanie

    Schöne Erklärung des Eisenhower-Prinzips! Schön, dass man sich ebenfalls die Inhalte als PDF herunterladen kann. Außerdem ist es auch sehr sinnvoll zu sagen, dass das Modell aus Führungssicht erklärt wurde, das wird in manche Artikeln nicht (https://www.warmeling.consulting/eisenhower-prinzip/) erwähnt und man fragt sich dann wie man Aufgaben, die nicht wichtig, aber dringend sind erledigen soll, wenn man sie nicht abgeben kann.

    Antworten
  2. Ich

    In der Erläuterung lässt sich ein Fehler erkennen: „(von links oben im Uhrzeigersinn): wichtig/dringend (A), nicht dringend/wichtig (B), nicht wichtig/nicht dringend (D), nicht wichtig/dringend (C).“ Richtig wäre natürlich, wenn man auf den Startpunkt besteht und im Uhrzeigersinn weitergehen möchte: B, A, C und D.

    Antworten

Du kennst weitere Theorien und Modelle zu diesem Thema oder hast gute Ideen, wie man dieses Modell ins Training einbauen kann?

Hinterlasse hier einen Kommentar zu deinen persönlichen Erfahrungen und Ideen und hilf so anderen Trainerinnen und Trainern dabei, den Beitrag optimal zu nutzen!